31. Oktober, 2006

die vagina

Category: [daily business] — Admin @ 8:25 am

So heisst das weibliche Geschlechtsteil, das dürfte hinlänglich bekannt sein. Hier können sich aber alle auf Porno eingestellten Leser gleich wieder verabschieden, denn es geht in diesem Beitrag um ein ernstes Thema.

Und zwar um die sonstigen Bezeichnungen der Vagina. Irgendwie muss man dieses Geschlechtsteil ja benennen, insbesondere, wenn man ein Kind weiblichen Geschlechts hat. Vagina tönt dafür aber etwas zu wissenschaftlich, oder nicht? Ich meine ich hab auch noch nie einen Vater gehört, der seinen Sohn gefragt hat: „Häsch din Penis scho gwäsche?“ Nun, alle Frauen, die ich bis jetzt befragt habe (da ich als Mann ohne Schwester keine Erfahrung aus der Kindheit vorweisen kann) meinten zu dem Thema, ihnen käme nichts in den Sinn. Wo bei Knaben Pfyffeli, Schnäbeli und Schnäbi als wertneutrale, also nicht vulgäre (denn davon gibts auch beim weiblichen Geschlechtsteil genügend) Bezeichnung zum Einsatz kommt, herrscht bei der Vagina grosse Stille. Tragisch finde ich das nicht nur für mich, weil ich keinen Namen dafür habe, sondern auch für die vielen Frauen, die ohne Bezeichnung für ihr primäres Geschlechtsorgan aufwachsen. Wie findet da sexuelle Identitätsfindung statt?

Ist das wirklich so? Gibt es zwischen Vagina und Fotze wirklich nichts, was man auch einem kleinen Kind zumuten könnte? Ich hoffe nicht. Also ihr Frauen da draussen. Ich bin um jede Anregung froh, die in den Kommentaren gepostet wird.

PS: Mir ist durchaus klar, dass das ein heikles Thema ist. Daher akzeptiere ich für einmal Fantasieemailadressen. Kommentare mit nicht-sachbezogenem Inhalt werden aber trotzdem gelöscht.

46 Comments »

  1. In der Tat ein kniffliges Problem. Muschi vielleicht? Ansonsten könnte man ja einen Wettbewerb ausrufen, wer den besten Ausdruck (er)findet. Na?

    Comment by gebsn — 31. Oktober, 2006 @ 11:01 am

  2. offensichtlich lesen hier nur männer 😉
    kommt schon, irgend einen namen müsst ihr doch dafür gehabt haben…

    Comment by PAX — 31. Oktober, 2006 @ 11:23 am

  3. scheide? wäre die deutsche alternative. und gegebenfalls auch im diminuitiv verwendbar. wertneutral, jenseits von schnäggli-schlitzli-müscheli-vokabular.

    Comment by franziska — 31. Oktober, 2006 @ 1:19 pm

  4. und wie wär der diminutiv? scheideli?
    und schnäggli, schlitzli, müscheli ist was? nicht wertneutral?

    Comment by PAX — 31. Oktober, 2006 @ 1:22 pm

  5. scheideli wär der diminuitiv. ich hab mich zu erinnern versucht, womit ich aufgewachsen bin. ich glaube mit der verkleinerungsform. schnäggli, schlitzli, müscheli ist ist verballhornend konnotiert, find ich. was meinst du?

    Comment by franziska — 31. Oktober, 2006 @ 1:27 pm

  6. hmm, wirklich schwierig, bin mit der tochter (14) auch schon bei diesem thema gelandet. haben uns dann auf schlitzli geeinigt, was ich aber auch nicht sonderlich gut finde. bitte, ihr frauen, sagt (oder erfindet) was brauchbares.

    Comment by monoblog — 31. Oktober, 2006 @ 1:46 pm

  7. ich weiss nicht franziska. schlitzli find ich zumindest noch der wahrheit am nächsten. denn was der schnägg damit zu tun hat seh ich echt nicht. aber ein schlitzli ist es doch immerhin. müscheli seh ich auch nicht.

    Comment by PAX — 31. Oktober, 2006 @ 2:07 pm

  8. ganz ehrlich, ich kann mich daran erinnern, mit welchem ausdruck ich aufgewachsen bin. und ich kann mich ehrlich gesagt auch mit keinem der genannten ausdrücke anfreunden. nur, ein besserer fällt mir jetzt spontan auch nicht ein.

    ich meine – ich weiss ganz genau dass es amigs hiess: d’buebe händ es pfiifli oder es schnäbeli. aber was hatten denn wir??

    (ich werde bei gelegenheit mal meine mutter fragen. die wird sich wundern.)

    Comment by brigitte — 31. Oktober, 2006 @ 10:08 pm

  9. ich meine – ich weiss ganz genau dass es amigs hiess: d’buebe händ es pfiifli oder es schnäbeli. aber was hatten denn wir??

    genau das kriegt man meistens zu hören. und das gibt mir schon etwas zu denken. denn sprache stiftet ja auch identität. ich weiss nicht wie man etwas als zu sich zugehörig oder als schön oder nett oder was auch immer betrachten kann, ohne einen namen dafür zu haben.

    Comment by PAX — 31. Oktober, 2006 @ 10:12 pm

  10. Ich kann auch mit keinem passenden Wort dienen. Denn genau wie brigitte kann ich mich nicht daran erinneren, dass wir zu Hause früher eine Bezeichnung dafür hatten. Auch heute empfinde ich es als Problem, für „sie“ keinen Namen zu haben, vor allem keinen schweizerdeutschen.

    Comment by acqua — 1. November, 2006 @ 12:17 am

  11. übrigens vermute ich genau deshalb haben herr und frau schweizer probleme, über ihr sexualleben zu sprechen. es fehlt uns einfach eine sprache, die wertneutral und weg von wissenschaftlichen begriffen ist. und man kann nicht darüber reden, wenn man es nicht benennen kann.

    Comment by PAX — 1. November, 2006 @ 6:54 am

  12. ich gehöre auch zu denen, die sich nicht erinnern kann, mit welchem ausdruck ich aufgewachsen bin. weder meine mutter noch meine schwester konnten mir die frage beantworten. wahrscheinlich gab es gar keine benennung.

    heute benutze ich bei unserer kleinen den begriff schlitzli. mal schauen, ob ich ihn über die jahre hinweg beibehalten werde.

    Comment by spiegelschrankteilerin — 1. November, 2006 @ 1:24 pm

  13. also ich glaube, wir haben einfach auch ‚füdli‘ gesagt. für vorne und hinten :).

    Comment by brigitte — 1. November, 2006 @ 5:55 pm

  14. das hab ich auch schon gehört. aber das find ich ehrlich gesagt auch tragisch. wieso ist das nur so kompliziert? ich meine eigentlich ist es ja egal, wie man der vagina sagt, aber zumindest EINEN namen sollte sie doch schon haben.

    @acqua: immerhin bezeichnest du die vagina als ’sie‘ 🙂 da hat identitätsfindung stattgefunden. 😀

    Comment by PAX — 1. November, 2006 @ 6:02 pm

  15. also das mit dem füdli würde immerhin erklären, wo einige arschlöcher dieser welt herkommen. 😉

    Comment by franziska — 1. November, 2006 @ 6:04 pm

  16. hehehe.
    aber ich sehe, keine lösung in sicht 🙁

    Comment by PAX — 1. November, 2006 @ 6:14 pm

  17. Tatsächlich hatte ich zuerst „es“ geschrieben, mich dann aber doch noch eines besseren besonnen… :-/

    Comment by acqua — 1. November, 2006 @ 6:16 pm

  18. Gibt es nun also wirklich keinen umgangssprachlichen, wertneutralen, schweizerdeutschen Namen für die Vagina? Schlitzli geht ja noch bei einem kleinen Mädchen. Aber bei einer Frau?! Ich bin, wie gesagt, ziemlich ratlos.

    Comment by acqua — 1. November, 2006 @ 6:23 pm

  19. wie gesagt, ich denke, es gäbe diese wertneutralen namen schon, wir sind uns einfach nicht gewohnt, sie in den mund zu nehmen (und das war jetzt nicht zweideutig gemeint. sonst könnten sich nämlich auch bekennende cunnilinguisten mal zu wort melden…)

    Comment by franziska — 1. November, 2006 @ 6:28 pm

  20. @acqua: stimmt, das sind zwei verschiedene probleme. aber als erwachsener tönt für mich scheide noch einigermassen ok. für die benennung bei meiner tochter eher nicht.

    @franziska: sehr schönes wortspiel. linguisten könnten wir tatsächlich gebrauchen, handelt es sich doch um ein sprachliches problem 😉

    Comment by PAX — 1. November, 2006 @ 6:44 pm

  21. „Cunnilinguist“ ist super, franziska. Das hätte mal mir einfallen sollen. Ich habe nämlich das Thema bei mir drüben aufgegriffen (und ich weiss immer noch nicht, wie man ein Track-Back hinkriegt).
    „Scheide“ ist ja ok, Pax, wenn man relativ sachlich darüber spricht. Für eine romantische Situation (=Euphemismus für Sex, wir wollten ja eigentlich die Worte in den Mund nehmen) ist es mir der Ausdruck zu – na ja – muffig.

    Comment by acqua — 1. November, 2006 @ 6:57 pm

  22. für romantische situationen ist das ja was anderes. da hab ich mal ein lustiges beispiel gelesen:

    helena für die scheide und napoleon für den penis :mrgreen: „wann kommt denn napoleon wieder mal nach helena?“ :mrgreen:

    Comment by PAX — 1. November, 2006 @ 7:13 pm

  23. dank acqua hab ich jetzt den beitrag doch noch gelesen 🙂 ich glaube wir sagten auch schlitzli. obwohl ich mich beim besten willen nichtmehr daran erinnern kann, dass ich dies je mit meinen eltern besprochen habe.

    Comment by seenia — 1. November, 2006 @ 9:36 pm

  24. also ich bin mit „schlitzli“ aufgewachsen und habe das auch so an meine beiden töchter weitergegeben. ich finde da jetzt nichts wert-un-neutrales daran.

    Comment by pipistrella — 2. November, 2006 @ 3:38 pm

  25. übrigens noch zu brigittes „füdli“… ich hatte in der kanti latein und eines der verben konnte ich mir immer gut merken: fundere, fundo, FUDI, fusum (man musste bei unregelmässigen verben immer alles lernen) und das heisst giessen und FUDI=ich habe gegossen… , was im entferntesten wieder zu brigittes „verallgemeinerung“ passen würde 😉

    Comment by pipistrella — 2. November, 2006 @ 3:42 pm

  26. ja schlitzli dünkt mich auch von allem immer noch das beste.

    Comment by PAX — 2. November, 2006 @ 3:54 pm

  27. Will mich doch auch mal zu Wort melden. Find das nämlich ein spannendes Thema, wo ich mich schon oft drüber geärgert habe. Aber eine Lösung hab ich auch nicht. Aufgewachsen bin auch mit Füdli hinten und vorne, oder Scheide.

    Schlitzli find ich irgendwie seltsam. Bei den Jungs sagt man ja auch nicht stäbli.

    Comment by filomenal — 3. November, 2006 @ 3:00 pm

  28. also vagina oder scheide? das tönt so distanziert, so als ob man einen unliebsamen gegenstand benennen würde.

    auf jeden fall unter männern spricht man eher von muschi. oder bei erhöhtem alkoholpegel von pussy, oder fützli.

    für die herzige variante schlage ich ’spältli‘ vor. oder als eine neue variante könnte ich mir ‚ritzli‘ vorstellen, abgeleitet vom deutschen wort ritze.

    Comment by domix — 3. November, 2006 @ 4:09 pm

  29. wieso sagen wir nicht einfach wie die alten inder, dort heissts nämlich yoni und für die männer: lingam.

    Comment by filomenal — 5. November, 2006 @ 10:07 pm

  30. Bei uns zuhause hiess das „Weggli“. Ich fand das als Kind eigentlich immer sehr treffend.
    Natürlich ist es auch ein etwas gesuchter Euphemismus, aber was schon nicht.

    Und bevor jemand anders drauf kommt: nein, es hat mich in der Pause beim Znüni-Essen nicht beeinträchtigt. Ich denke, man kann das auch als Kind sehr gut trennen… 😉

    Comment by magenta — 6. November, 2006 @ 10:24 am

  31. Bei uns nannten wirs «Spältli».

    Comment by Pri — 10. November, 2006 @ 1:12 pm

  32. ich würd „mumu“ vorschlagen.
    jedenfalls find ich das grad so unbehaftet wie schnäbi.
    tönt schon fast härzig, eigentlich.

    Comment by michi — 15. November, 2006 @ 9:23 pm

  33. Also ich bin mit „mumu“ aufgewachsen.
    Musste aber eine weile drüber nachdenken, bis mir der Begriff wieder eingefallen ist. Hat mich also nicht wirklich geprägt.
    Andere nennen das weibliche UND männchliche Geschlechtsorgan „pipi“ – doch da müsste ich eher an Pippi Langstrumpf denken.

    Comment by Katrin — 21. November, 2006 @ 2:18 pm

  34. Die Diskussion ist leider etwas ungenau. Als Vagina oder Scheide bezeichnet man die Verbindung zwischen den inneren Schamlippen und dem Gebärmuttermund. Die richtige Bezeichnung für das äussere primäre Geschlechtsmerkmal der Frau ist Vulva. Also gilt es eigentlich eine Mundartbezeichnung für diesen Begriff zu suchen. Da ich als Grossvater und nur mit Bruder aufgewachsen über nicht viel einschlägige Erfahrung verfüge, kann ich dir leider auch nicht weiterhelfen.

    Comment by Radler — 26. November, 2006 @ 2:12 pm

  35. Also ich bin nun auch keine Frau,
    aber ich habe eine Schwester, so in der tat ist es so das man keine neutralen Wörter für die geschlechtsteil der Frau findet.
    Ich kann mich nur erinnern, das Meine Oma das Wort Muschi in dem Mund nahm und meine Mutter Mumu. Anderes kenne ich garnicht.

    sammler

    Comment by sammler — 2. Februar, 2007 @ 6:53 am

  36. Also das Wort „Muschi“ finde ich für umgangssprachlich ideal.
    Da wird der Bezug zur Muschel, welche sich im Meer(franz.mer, gleich ausgesprochen wie mère, für Mutter) findet, irgendwie logisch. Wird ein Sandkorn hineingesetzt, wird mit der Zeit eine Perle daraus. Ein sehr schönes wertschätzendes Bild. Und wer schon einmal eine Muschel gegessen hat, weiss, dass sie von aussen ungefähr gleich aussieht.
    Selbst einen Ansatz einer Klitoris könnte man erkennen, was ja auch sehr wichtig ist, wenn man bedenkt, welche grosse Wichtigkeit der Klitoris bei der weiblichen Sexualität zukommt.

    Wogegen dann die Scheide bei der Muschel nicht vorhanden wäre. Dies ist aber nicht weiter schlimm, weil die Vagina/Scheide in der Kindheit unter normalen Umständen unberührt bleibt.
    In der Jugend kann man sicher die wissenschaftliche Bezeichnung benutzen. So kommt es nicht pervers rüber.

    Wenn man den Kindern wirklich erklären will, wie der Körper aussieht, inklusive Geschlechtsorgane, sollte man sich ein Anatomiebuch besorgen, es ihnen zeigen und die Dinge beim Namen nennen, wenn sie noch nicht alleine lesen können.
    Damit vermeidet man eine sexuelle interaktion oder der Umstand, dass sich Kinder belästigt fühlen.
    Die Erwachsenen nehmen so die grösstmögliche Verantwortung wahr.

    Namen wie Schlitzli (etwa gleich wie Loch) finde ich daneben. Es hört sich dann an, als wenn es da durchziehen würde oder die Frau keine anderen Geschlechtsmerkmale hätte als halt ein Loch, das ja nur dazu da wäre, damit der Mann seinen Penis reinschiebt. Die Frau hat eine eigene Sexualität, auch ohne Mann. Die Klitoris spielt da eine grosse Rolle.

    Ansonsten beim alltäglichen Liebesspiel kann man schon zu etwas anderen Wörtern greifen wie Lustkanal oder Peniswiege, Spermasauger, untere Lippen, oder um Kinder zu zeugen mal zum Partner sagen; kannst du mal ein Sandkorn in meine Muschel setzten? javascript:SJB_appendSmiley(‚;)‘) Liebe Grüsse an alle, die Weiblichkeit als Ganzes schätzen.

    Comment by Klitoris — 22. April, 2007 @ 6:15 pm

  37. Als ich mit meinem ersten Kind schwanger war (vor 14), habe ich meine halbe Verwandt- und Nachbarschaft bedrängt mit genau dieser Frage, ich wollte schon beim Wickeln meines Babys den „richtigen“ Namen benutzen können.
    Die meisten verstanden mein drängendes Interesse nicht, und waren eher entrüstet…
    Ich entschied mich damals für das „Müscheli“, anlehnend an das schliesslich wirklich ähnliche und sinnliche Bild einer Muschel.
    Sehr schön fand ich dann bei italienischen Freunden die „farfalla“ (Schmetterling) und sehr witzig bei deutschen Freunden das „Döschen“.
    Der Klitoris gaben wir dann später den Namen „Glöggli“.
    Wenn irgendetwas weh tat, ohne genau zu wissen was, sagte meine Tochter öfters auch: „Mami, mir tuets privat weh“…
    Mittlerweile sind wir bei Schamlippen und Scheide angekommen. Grüsse

    Comment by sandra — 14. Mai, 2007 @ 9:33 am

  38. 🙂

    Mami, mir tuets privat weh

    find ich sehr schön

    Comment by PAX — 14. Mai, 2007 @ 9:48 am

  39. Ein Ausdruck, den ich schon seit vielen Jahren benutze ist: Bauseli. Das ist zwar sächlich, doch Schnäbeli ist ja auch sächlich. Bauseli finde ich schmeichelhaft und passend.

    Comment by Margritli — 4. Juni, 2007 @ 9:19 am

  40. 2 Namen gefallen mir wirklich gut: Muschi und Bauseli. Beide klingen schmeichelhaft, romantisch und können das weibliche Zentrum der Erotik bei Angehörigen jeden Alters respektvoll und liebevoll bezeichnen. 2x Rang 1 für diese Namen.

    Comment by boldy — 22. Juli, 2007 @ 1:47 am

  41. ??? Merkwürdiges Thema, ist in Zürich alles so kompliziert?
    Bei uns (Zentralschweiz) wird es allgemein „Bisi“ genannt. Mä duäd dämit bislä !
    Im Zweifelsfall auch bei Jungs einzusetzen. Aber vielleicht fehlt mir ja der nötige intellektuelle Zugang zum Thema. Glaube nicht dass sich meine 16 Monate alte Tochter später für diesen Ausdruck bei mir beschweren wird.
    Viel Spass noch beim Kopfzerbrechen !

    Comment by Danny — 26. Juli, 2007 @ 6:35 pm

  42. na ja, wir sagen dem was rauskommt bisi. und ich wüsste nicht, wieso ich dafür den gleichen namen verwenden sollte. mein hintern heisst auch nicht stuhl oder gaggi…

    Comment by PAX — 26. Juli, 2007 @ 6:58 pm

  43. Hallo, ihr Schweizerinnen und Schweizer, vielleicht kann ich helfen:

    Auf Tantra-Kursen habe ich eine Bezeichnung für diesen wichtigsten erotischen Körperteil der Frau kennen gelernt, die den Vorzug hat, keine sprachliche Nebenbedeutung zu haben, wie etwa Scheide und die genau den Kern trifft: Yoni.

    „Yoni“ ist ein Wort aus dem Sanskrit. Es bedeutet „Ursprung“, was ja sehr treffend ist. Ich finde, es klingt viel poetischer, als die Wörter, die wir im Deutschen zur Verfügung haben, um das weibliche „Tor zur Welt“ zu bezeichnen.

    Bei vielen Begriffen kommen leicht Assoziationen auf, die nicht immer hilfreich sind.
    „Scheide“ trifft zwar auch den Kern der Sache, denn in eine Scheide steckt man ein Schwert. Aber diese militärische Bedeutung gefällt mir nicht. Man spricht zwar gelegentlich auch von ‚Liebeskampf’, aber eine Frau kann und sollte man auch sanfter erobern.

    Die lateinischen Fachbegriffe „Vagina“ oder „Vulva“ klingen zwar wie weibliche Vornamen, sind aber durch ihren Gebrauch im Bereich der Wissenschaft für ein intimes Zusammensein zu unpersönlich.

    „Muschi“ hingegen klingt zärtlich. Wenn ich den Begriff ‚“Yoni“ nicht hätte, würde ich „Muschi“ sagen. Ein Kätzchen möchte gestreichelt und gekrault werden. Das ist also auch ein sehr passendes Bild.

    „Feige“ und „Pflaume“ orientieren sich am äußeren Erscheinungsbild, sind aber nicht ganz zutreffend, denn man kann nichts hinein stecken.

    Auch „Muschel“ ist ein poetischer Ausdruck. Nach einer alten Überlieferung soll Venus ja aus einer Muschel geboren worden sein.
    Und bei Arno Holz heißt es z. B. im Gedicht „Dafnis:
    “Flinck glitt ich rischel-ruschel,
    oho!
    ihr in die Purpurmuschel
    soso“

    Alles andere, wie „Möse“, „Fotze“, „Fut“, „Dose“, „Loch“ oder „Schnecke“ klingt mir zu derb für diesen edlen Körperteil, oder es passt nicht so ganz, wie „Schoß“, „Spalte“, „Schlitz“ oder „Ritze“.

    Die Yoni wird eingefasst von den Schamlippen. Auch das ist wieder ein scheußliches Wort. Da unten gibt es nichts, dessen man sich schämen müsste! Auf Tantra-Kursen sagt man dafür „Lustlippen“.

    Der wichtigste erotische Körperteil der Frau ist die Clitoris, das kleine Knöpfchen am oberen Teil, wo die Lustlippen zusammen laufen. Auch dies ist ein Wort, das ich nicht so schätze. „Clitoris“, das klingt medizinisch, die Abkürzung „Clit“ klingt wie „shit“. Das deutsche Wort „Kitzler“ trifft es auch nicht so ganz, denn schließlich kitzelt dieser Körperteil nicht, sondern er wird gekitzelt. Ich bevorzuge den Begriff „Lustknospe“, ebenfalls aus einem Tantra-Kurs entlehnt.

    Ich freue mich auf Kommentare.
    Klaus

    Comment by Dr. Klaus Röber — 31. Juli, 2007 @ 10:25 am

  44. Hallo Klaus,

    vielen Dank für deinen sehr interessanten und aufschlussreichen Beitrag.

    Auch meine friends und ich haben sich sehr oft mit diesem Thema auseinandergesetzt und des öfteren auf die selben Fragen gestoßen. zB. Männer haben für ihr „teures“ Männerteil sehr starke, besitzergreifende und männliche Wörter die den Penis sehr gut umschreiben.

    Aber warum ist das bei Frauen anders? Fotze = alte Tasche usw. Und wieso werden immer noch alte Begriffe für weibl. Geschlechtsorgane benutzt? Wie etwa Schamlippen? Hallo, da war die wissenschaftliche und gesellschaftliche Sicht ja noch ganz anders!

    Wieso sollen wir uns für etwas schämen, das uns wundervolle Lust bereitet und zum weiblichen Körper gehört?

    -Ich finde es wirklich toll, dass es doch noch schöne Namen dafür gibt, wie zB Lustknospe, Venuslippen oder Venushügel. Und das mit Tantra-Kursen muss ich mir merken, da kann ich bestimmt noch was lernen und das wseitergeben. :mrgreen:

    Btw, ich benutze auch Wörter wie Muschi und Yoni. Manchmal aber auch Pussy 😉

    LG
    Lena

    Comment by Lena — 8. September, 2007 @ 3:52 pm

  45. Ich sag immer Mumu. Damit kann ich mich gut identifizieren 😳

    Comment by Nici — 16. März, 2008 @ 3:20 pm

  46. Warum eigentlich nicht den gleichen Begriff verwenden wie Englischen? Dort wird anstelle des rüderen „cunt“ der Name „Pussy“verwendet, also ein kleines nettes Kätzchen.
    Wir verwenden in unserer Mundart auch das entsprechende Wort „Büsi“. Jedermann weiss sicher was das ist!

    Comment by Peter Wirth — 7. April, 2008 @ 5:03 pm

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